Londoner Schnäppchen, Teil 2 – Nachtrag

Noch einmal Wimbledon: Da habe ich mich doch vor einigen Wochen über die Ticketpreise für das wichtigste Tennis-Turnier der (Tennis-)Welt echauffiert. 3695 Pfund Sterling für einen Premiumplatz beim Herren-Finale – das schien mir jenseits aller Nachvollziehbarkeit, der Wahnsinn in Tüten.

Wie schnell sich die Dinge ändern! Nicht, dass sich meine Ansichten über die Preisgestaltung grundlegend gewandelt hätten, und es bedarf eigentlich keines Beweises , dass die Skala für solch erweiterten Irrsinn nach oben offen ist. Allein: Es bringt mich immer wieder zum Staunen.

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Da schlägt sich ein Brite bis ins Herren-Finale durch, und ganz England steht Kopf (gut, Andy Murray ist Schotte, aber das ist in diesem Moment egal). Schon bevor die Final-Partie am Freitag fest stand – Murray gegen Federer – sind die Ticket-Preise für das Match auf 15.000 Pfund emporgeschossen, und die in solchen Fällen stets zitierten Experten orakelten, dass sich die Chose bis zum Aufschlag am Sonntag auf 45.000 Pfund hoch schaukeln werde. So berichtet es das Qualitäts-Blatt Metro.

Aber vielleicht muss man das Ganze im großen Zusammenhang betrachten: Die Briten haben lange auf diesen Augenblick warten müssen; die ausrichtende Nation des bedeutendsten Tennis-Turniers der Welt hat seit 1934 niemanden mehr ins Finale geschickt – 78 Jahre sind eine lange Zeit. Was bedeuten da schon 45.000 Pfund angesichts des historischen Moments?

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