Watching the Wildlife oder: Weiß der Fuchs!

Was man so alles zu sehen bekommt, wenn man zuhause gemütlich auf dem Sofa sitzt…

Der Fuchs hinter’m Haus

Normalerweise sind es eher seine recht unzweideutigen Spuren, derer man hier ansichtig wird, und zwar in Form von aufgerissenen und zerzausten Mülltüten, die man abends zuvor zwecks →Abholung durch die örtlichen Fachkräfte in unversehrtem Zustand vor die Tür gestellt hatte. Neulich konnte ich auch wenige Sekunden lang einen der roten Gesellen in der Einfahrt vor unserer Haustür beobachten. Aber das war in der Dämmerung und er war schnell in einer Hecke verschwunden.

Heute morgen aber balancierte er (oder irgend ein anderer Vertreter seiner Art) auf unserem Gartenzaun – dort, wo normalerweise unsere Katzen herum turnen. Füchse sind überraschend groß, musste ich bei der Gelegenheit feststellen. Bis dahin hatte ich sie etwas größer als Katzen eingeschätzt, aber zumindest dieses Exemplar hatte kleine bis mittlere Hundegröße, am Boden würde er etwa bis Kniehöhe reichen und von Kopf bis Schwanzspitze sicher einen Meter Länge, und noch ein gutes bisschen mehr.

Als ich meine Kamera schussbereit hatte, war er in den hinteren Garten abgewandert, wo er sich eine Weile lang niederließ, um sich zu putzen. Genügend Zeit, einige Male auf den Auslöser zu drücken. Hier die Ergebnisse…

Er ist nicht eben aufdringlich, fühlt sich aber wohl doch so sicher, dass er sich kaum 10 Meter vom Haus entfernt nieder lässt…

…um sich unbekümmert und ausgiebig der Fellpflege zu widmen…

… sich zu schubbern…

…und es sich gut gehen zu lassen…

Nur zur Klärung: Wir leben in West-London, ziemlich mittig. Hinter unserem Garten gibt es zwar einen Sportplatz, aber mitnichten wohnen wir irgendwo einsam am Waldrand oder angrenzend an sanften Wiesen und Auen.

Stadtfüchse sind in London häufig anzutreffen, und zeitweise „a nuisance“, wie der Angelsachse sagt, aber (noch) keine Plage. Abgesehen von den erwähnten Mülltüten-Attacken, ist bislang nicht viel Schlimmes bekannt geworden, was wohl auch daran liegt, dass es auf der Insel keine Tollwut gibt, die sich die Füchse hier einfangen könnten.

Zum Glück haben unsere beiden pelzigen Mitbewohner nichts von dem Besuch mitbekommen, die Aufregung wäre sonst wohl groß gewesen. Mikesch war draußen unterwegs, und hat den Fuchs entweder gar nicht bemerkt, oder aber in respektvollem Abstand gewartet, bis der Kollege  sich trollt. Letzteres ist eher unwahrscheinlich, denn fünf Minuten später schlenderte der vierbeinige Hausherr entspannt zur Tür herein, um sich auf unserer Fensterbank niederzulassen. Dort hatte die ganze Zeit schon Mücke gelegen, und den roten Räuber auf der anderen Seite der Glasscheibe ausgiebig ignoriert (es ist manchmal überraschend zu sehen, wie viel der Aufmerksamkeit von Katzen entgeht).

Kurz darauf tollten wieder die üblichen Eichhörnchen über Gartenhäuschen und Rasen, interessiert beobachtet von der Katze und weitgehend unbeachtet vom Kater.

Die kleinen Burschen sind draußen fleißig dabei, Futter zu bunkern. Es will wohl Winter werden…

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