Ich packe meinen Koffer…

LondonEye Sunset

London Eye und Westminster von der Themse aus (c) Martin Herzog 2015

Auch, wenn wir uns auf Deutschland tüchtig freuen tun (wie der Rheinländer sagt), auf so ordinäre Dinge wie ordentliche Isolation in der Wohnung, vernünftige Fenster, bezahlbaren Wein, sowie – Achtung, Klischee-Alarm! – gutes Brot mit anständiger Kruste, Bier und vernünftigen Kaffee, so stellt sich auch eine gewisse Melancholie ein. Natürlich. London wird schließlich nicht umsonst Weltstadt geheißen. In den vergangenen Wochen haben wir bei vielen Gelegenheiten ausgerufen: Oh, das wird uns sicher auch fehlen!

Immer wieder fiel dieser Satz. Irgendwann habe ich den Überblick verloren und eine kleine Liste begonnen derjenigen kleineren und größeren Dinge, die wir vermissen werden. Ganz sicher ist sie nicht vollständig, diese Liste. Denn leider hat ja der Volksmund recht, wenn er sagt, dass man erst zu schätzen lernt, was man nicht mehr hat, sei es Gesundheit, Jugend, regelmäßiger Stuhlgang, oder die ganz große Liebe (einzige Ausnahme: der Blinddarm, den vermisst keiner. Wer hat sich das bloß ausgedacht?)

Nun denn, anstelle einer tränenreichen Abschiedsrede, völlig unsortiert und ohne Anspruch auf Vollständigkeit, hier also meine kleine Zusammenstellung nach dem Motto: ‚Ich packe meinen Koffer und nehme mit… – oder vielmehr ‚…und nähme gern mit‘.

  • die Orientierung nach Himmelsrichtungen auf Straßen und Tube-Beschilderung: Westbound, Eastbound, Northbound, Southbound an den Tube-Stationen, THE NORTH, THE SOUTH etc. an den Autobahnen. Erleichtert das Leben ungemein, wenn man wenigstens ungefähr weiß, in welche Richtung man muss. Sonst nicht.
  • London Walks, die besten Stadtführungen, die in London zu kriegen sind, sortiert nach Themen, Epochen, Stadtvierteln, Persönlichkeiten. Zwei bis drei Stunden lehrreiche Unterhaltung für 9 Pfund pro Nase, unkompliziert ohne Anmeldung. Wir haben sicherlich ein gutes Dutzend dieser Führungen mitgemacht, zur Geschichte von Little Venice, Greenwich und Spitalfields, zum Rechtssystem Großbritanniens, zu Oscar Wilde, Shakespeare und Charles Dickens, zu Spionen, Königen und anderem Gesindel – wir haben es nie bereut, auch wenn anschließend manches Mal die Füße kalt und die Ohren heiß waren.
  • die Wahrzeichen dieser Stadt, neue wie alte, hübsche wie hässliche, die man immer wieder neu entdecken kann:
    Die Kuppel der St. Paul's Cathedral als Spiegelung in einer Hochhausfassade  (c) Martin Herzog 2014

    Die Kuppel der St. Paul’s Cathedral als Spiegelung in einer Hochhausfassade
    (c) Martin Herzog 2014

    Westminster Palace mit Big Ben, Westminster Abbey, das London Eye, Trafalgar Square mit der National Gallery, British Museum, Buckingham Palace, das Globe Theatre und gleich daneben die Tate Modern samt Millenium Bridge, den Shard, die hässliche Tower Bridge und den Tower of London, the Gherkin, St. Paul’s, das Barbican Centre, der BT Tower (Fernsehturm), das Wembley Stadium, die Banken-Türme in den Docklands, die Thames Flood Gates, die Battersea Power Station… – wo andere Städte sich mit einem Wahrzeichen begnügen müssen, kommt London gleich mit gut zwei Dutzend um die Ecke.

  • Humor: Nicht unbedingt den Humor an sich (obwohl wir auch davon einiges vertragen könnten), sondern die ständige Sprungbereitschaft jedes Engländers, jederzeit eine Humor-Attacke zu reiten, auch und gerade bei hoch seriösen Institutionen/Personen/Momenten. Keine wissenschaftliche Vorlesung wird hierzulande vergehen, ohne witzige One-Liner und humorige Anekdoten. Ebenso: die unbedingte Bereitschaft jedes einzelnen, sich vor versammelter Mannschaft zum Affen zu machen. Das gilt für jeden, ob König oder Bettler. Engländer lassen im sozialen Umgang vieles durchgehen. Es gibt nur eine einzige Kapitalsünde, und das ist Unfähigkeit zu Ironie und Selbstironie. Als Deutscher genießt man manchmal mildernde Umstände, weil trotz einiger hierzulande sehr erfolgreicher deutscher Komiker – wie dem German Comedy Ambassador Henning Wehn – immer noch der Glaube vorherrscht, der Deutsche an sich sei ohne Humor-Gen geboren. Umso schöner ist es, in die verstörten Gesichter zu schauen, wenn es  – selten genug – gelingt, einen trockenen englischen Kommentar ebenso trocken zu kontern.
  • die geniale Oyster Card für das öffentliche Verkehrsnetz, beziehungsweise neuerdings die Möglichkeit, in Tube und Bus die Debit Card (das Gegenstück zur EC-Karte) anstelle der Oyster Card zu benutzen;
  • ausgelöste Hähnchenschenkel (vulgo Chicken Thighs): großartig für alle Arten von Geschnetzeltem (asiatisch, Tex-Mex, á la Zürcher) oder Spießchen. Viel leckerer und saftiger als jede Hühner-Brust. Gibt’s in Deutschland leider (noch?) nicht zu kaufen, und selber auslösen ist ziemlich zeitaufwendig.
  • die Öffnungszeiten der Geschäfte am Sonntag: Die großen Supermärkte dürfen bis zu 5 Stunden öffnen, alle anderen frei Schnauze.
  • die reibungslose Lieferung von Einkäufen mit Slots von einer Stunde statt des berühmten: „Wir kommen dann nächsten Mittwoch irgendwann zwischen 8 und 20 Uhr.“
  • nationale Gelassenheit: manchmal ziemlich nervig, wenn diese Gelassenheit in Gleichgültigkeit umschlägt und Unbekümmertheit in LMA-Haltung gegenüber allen anderen. Aber ein Schuss nationales Schulterzucken über das Urteil anderer Nationen würde uns ab un an gut zu Gesicht stehen. Engländer zweifeln sehr oft und sehr heftig an ihrer Nation, aber sie verzweifeln nicht, sondern nehmen die mit klarem Blick erkannten eigenen Mängel mit mildem –> Humor oder auch beißendem Spott.
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    Routemaster Bus der Linie 9, die leider Mitte 2014 eingestellt wurde; (c) Martin Herzog 2012

    die roten Doppeldecker-Busse,
    vor allem die alten Routemaster (verkehren inzwischen leider regulär nur noch auf einer einzigen ‚Heritage Line‘: Linie 15 zwischen Trafalgar Square und Tower Hill), aber auch die New Routemaster sind klasse, die vor drei Jahren eingeführt wurden, und nun immer häufiger zu sehen sind.

  • die hervorragenden Wissenschafts-, Musik-, Natur- und Geschichts-Dokumentationen auf BBC 4 (Fernsehen);
  • die Möglichkeit, sich auch jenseits der öffentlich-rechtlichen BBC-Nachrichten seriös im Fernsehen mit Informationen zu versorgen: Die Privatsender itv und Channel 4 senden täglich vorzügliche, bis zu einstündige Nachrichten zur Hauptsendezeit, mit Korrespondentenberichten aus Krisengebieten, investigativen Recherchen und oft pfiffigeren Erzählansätzen als die bisweilen etwas hüftsteife BBC. Und offenbar verdienen diese Sender trotz allem Geld, ganz im Gegensatz zu dem, was Privatfunkbetreiber in Deutschland immer erzählen. Warum das hier geht mit zwanzig Millionen Einwohnern weniger als in D., und bei uns nicht möglich sein soll, würde ich mir gern mal erklären lassen.
  • die Fernseh-Serie The Big Bang Theory in unsyncronisierter, amerikanischer Fassung.
  • die Pre-Theatre-Menüs in den Londoner Restaurants: Für 18-30 Pfund ein perfektes 3-Gänge-Menü (zum Teil sogar mit Weinbegleitung) mit der einzigen Einschränkung, den Platz nach spätestens 2 Stunden zu räumen. Ursprünglich für eilige Theaterbesucher erfunden, bieten mittlerweile immer mehr Restaurants diese Sonder-Menüs an, und das nicht nur in den Ausgehvierteln des Westend. Dabei muss es sich keineswegs um irgend welche Touristenfallen handeln (die gibt es natürlich auch), sondern teils um hervorragende Fresstempel, manche mit Michelin-Stern (eine Liste mit unseren persönlichen Restaurant-Highlights folgt in ein paar Tagen als kleines Abschiedsgeschenk).
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    Front der National Gallery (c) Martin Herzog 2014

    die großartigen, großen und kleinen, und dabei komplett kostenlosen Museen und Ausstellungen der Stadt: Die National Gallery mit meinem Lieblingsgemälde Die Gesandten, von Hans Holbein dem Jüngeren; die National Portrait Gallery gleich nebenan, wo man den gesamten Adel des Landes aufgehängt hat (leider nur als Bild, werden manche  bedauernd einschränken), und auch sonst, was Rang und Namen hat; das British Museum mit dem Rosetta-Stein und dem original Aztekischen Kristallschädel (richtig, das Vorbild für den gleichnamigen Indiana Jones Film), der eine vermutlich aus Deutschland stammende Fälschung ist;

    Eine echte Fälschung: Der 'aztekische' Kristallschädel im British Museum (c) 2014 Martin Herzog

    Eine echte Fälschung: Der ‚aztekische‘ Kristallschädel im British Museum (c) 2014 Martin Herzog

    Tate Britain mit den Landschaftsbildern von Nationalmaler William Turner; die Tate Modern mit der grandiosen Turbinenhalle; das Bank of England Museum, wo man einen echten Goldbarren anfassen und hochheben kann; das kleine Clockmaker Museum, wo Arnold zu besichtigen ist, die große Taschenuhr, mit der die Greenwich Time Lady Londoner Geschäftsleuten die Zeit verkaufte – zur Zeit leider geschlossen, weil es ins Science Museum in South Kensington umzieht, wo es von Dampfmaschinen über den Cray-Computer bis zur Apollo-Kapsel alles gibt, was für Jungs jeden Alters spannend ist. Dann natürlich gleich um die Ecke das Natural History Museum (Dinosaurier, Dodos, Blauwale), das Victoria&Albert-Museum, wo es um das britische Kunsthandwerk geht (decorative arts), aber irgendwie auch um die Kulturgeschichte der Welt; das National Maritime Museum in Greenwich (Seefahrt- und Kolonialgeschichte);

    Buddelschiff vor dem Royal Maritime Museum  (c) Martin Herzog 2013

    Buddelschiff vor dem Royal Maritime Museum
    (c) Martin Herzog 2013

    das Museum of London (Stadtgeschichte von den Kelten und Römern bis heute) mit seinem sehenswerten Ableger in den Docklands; ; das Hunterian Museum des Königlichen Arztkollegiums am Lincoln’s Inn Fields mit seiner Dauer-Ausstellung zur Geschichte der plastischen Chirurgie (für sanfte Gemüter sehr als Appetitzügler zu empfehlen), John Soane’s Haus am selben Platz gegenüber, wo man glaubt, man sei in das Haus von Zaubermeister Dumbledore aus Harry Potter gestolpert; die durchgedrehte Wellcome Collection, die Kunst mit Naturwissenschaften verbindet; das Museum in der Freemason’s Hall in Covent Garden, wo man bei täglichen Führungen einen Blick hinter die Kulissen der Freimaurer-Gesellschaft werfen darf; die Manuscript Exhibition in der British Library, wo Handschriften von der Beowolf-Saga über die Magna Carta bis zu Yesterday von den Beatles zu bestaunen sind; das kleine Museum of the Order of St. John in Clerkenwell, wo man erfahren kann, wie aus dem katholischen Ritterorden über den Umweg Jerusalem die Johanniter und die Malteser entstanden sind.

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    Selbstportrait Rembrandts in der Wallace Collection (c) Martin Herzog 2014

    Die kleineren dieser Museen liegen, wenn nicht versteckt, aber doch oft abseits von den Touri-Routen, wie die ehemalige Privatsammlung Wallace Collection mit seinen prächtigen Räumen aus dem 17. und 18. Jahrhundert und zahllosen alten Meistern von Rembrandt bis Tizian. Aber Ausstellungen wie diese, die hier unter Geheimtipp laufen, wären in anderen Städen dieser Welt ganz leicht die museale Hauptattraktion. Und das alles, noch einmal, völlig kostenlos (Spenden werden natürlich nicht zurück gewiesen…);

  • die mehr oder weniger versteckten Herrenhäuser und Parkanlagen,
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    Kenwood House in Hampstead Heath (c) Martin Herzog 2013

    die vom National Trust und von English Heritage erhalten und gepflegt werden: Syon House, Apsley House, Spencer House, Kenwood House, Boston Manor, Hughenden Manor, Osterley House and Park (mehr dazu hier).

  • die Geschichten von Londoner Exzentrikern, wie dem Philosophen Jeremy Bentham, der sich als ‚Autoikone‘ postmortal konservieren ließ und bis heute in der Empfangshalle des University College London hockt. Oder dem durchgeknallten Journalisten Francis Trevelyan Buckland, Pionier des Wissenschaftszweiges der Zoöphagie im 19. Jahrhundert: Im Namen von Forschung und Fortschritt verspeiste er so ziemlich jede Tierart, derer er habhaft werden konnte: Squirrel Pie, Pferdezunge, gebackene Mäuse in Bierteig, gerösteter Igel. Sein Appetit machte nicht bei heimischen Tierarten halt: Krokodilsteak stand regelmäßig auf dem Speiseplan, ebenso wie Rhinozeros, Elefant und Giraffe. Sein Sohn William stand dem Herrn Papa in nichts nach und gründete die Society for the Acclimatisation of Animals into the United Kingdom. Die Akklimatisation der Tiere bestand in erster Linie darin, selbige beim alljährlichen Diner der Gesellschaft zu verspeisen, namentlich gekochte Gartenschnecken, gegrillten Papagei oder geschmortes Känguruh. Leider begnügte er sich nicht damit, die Tiere zu essen, sondern entließ sie bisweilen in die englische Landschaft. So setzte er einige Exemplare des Nordamerikanischen Grauen Eichhörnchens aus, das größer ist und robuster als das einheimische Rote Eichhörnchen – was dazu geführt hat, dass letztere jetzt, anderthalb Jahrhunderte später, fast völlig ausgerottet sind auf den Britischen Inseln. Böse Graue Eichhörnchen!
  • trotz alledem werden wir die Grauen Eichhörnchen vermissen: weil zahllose von ihnen bei uns im Garten rumturnen, und weil es sie auf dem europäischen Kontinent schlicht nicht gibt (vielleicht könnten wir ja ein Pärchen einführen? Vielleicht auch lieber nicht…)
  • für Journalisten, sowie Hörfunk- und TV-Produzenten besonders angenehm: Der Imperativ aller professionellen Interviewpartner (Pressesprecher, Wissenschaftler etc.): Don’t be boring! Hier ist es kein Verbrechen, die Dinge auf den Punkt zu bringen, in einfache Formeln zu packen – to dumb things down. Im Gegenteil, das ist ein Qualitätssiegel. Für Journalisten eine unschätzbare Arbeitserleichterung, ebenso, wie
  • TowerBridge

    Blick auf den Südturm der Tower Bridge (c) Martin Herzog 2014

    die Aufgabe, in den Straßen der Kapitale Umfragen bei der lokalen Bevölkerung zu veranstalten – die bei Autoren in Deutschland oft zu Recht gefürchteten, so genannten VoxPops (von Latein: Vox Populi, deutsch: Stimme des Volkes. Auch wenn er in Latein stets nur gerade so durchgerutscht ist, schmückt sich der gemeine Publizist gern mit der Sprache der Gebildeten). In London sind solche Straßenumfragen ein reines Vergnügen, denn viel öfter als der mürrische Deutsche lässt sich der Engländer zu einem Statement hinreißen, und in den allermeisten Fällen hat er, gleich zu welchem Thema, auch etwas Interessantes, bisweilen sogar originelles, immer aber Gehaltvolles zu sagen, während ähnliche Veranstaltungen in D. bei allen Volontären und Praktikanten den Ruf einer Art Dante’schen Vorhölle genießen.

  • die Londoner Theaterszene. Verkopft, humorlos, um sich selbst kreisend, anstrengend. So hatte ich Theater abgespeichert, allen voran das Schauspiel in Deutschland. Was sich da auf der Bühne abspielte, hatte mir oft nichts zu sagen, nicht mal unterhaltend war es. Ich hatte Theater als abgehalfterte Kulturform abgeschrieben, überholt, irrelevant, ein Anachronismus. London aber hat mich wieder zu einem begeisterten Theatergänger gemacht. Stücke, die wir hier gesehen haben, waren aktuell (Great Britain über den phone hacking-Skandal, Charles III über den unglücklichen Thronfolger), drängend (12 Angry Men),
    Handbagged: Das doppelte Queenchen plus zwei mal Maggie Thatcher - zum Glück nur im Theater...

    Handbagged: Das doppelte Queenchen plus zwei mal Maggie Thatcher – zum Glück nur im Theater…

    verblüffend (Handbagged, zwei Margaret Thatchers und zwei Queens gleichzeitig auf der Bühne), rücksichtslos knallchargierend (One Man two Guvnors), manchmal reiner Slapstick (The 39 Steps), klassisch-tragisch (King Lear), fröhlich (The Knight of the Burning Pestle im großartigen historischen Sam Wannamaker Playhouse), versponnen (Orpheus in der Unterwelt als Gypsy-Jazz-Musical) und manchmal alles zusammen (The Cripple of Inishmaan mit Harry Potter-Darsteller Daniel Radcliffe) – nur eins waren sie nie: langweilig, sondern professionell auf die Bühne gebracht, mit Lust am Spiel, immer mit Humor, gern auch albernd und nie selbstverliebt vergessend, für wen das Ganze veranstaltet wird, den Zuschauer. So macht man heute Theater! So, und nicht anders.

  • TopShelf-Jazz

    Die Londoner Swing Band Top Shelf in der Quecumbar (c) Martin Herzog 2012

    Die Möglichkeit, an jedem Tag der Woche irgendwo in der Stadt exzellenten Live Jazz zu hören (auch wenn man dafür bisweilen horrend schlechtes Essen in Kauf nehmen muss): Im 66 Club in Chelsea zum Beispiel, im Pizza Express in Soho, wo im Keller der Italo-Kette hervorragende Künstelr auftreten, oder auch in der QuecumBar (sprich englisch: Cucumber, also Gurke) in Battersea, wo es fast täglich Swing und Gypsy Jazz im Stil von Django Reinhardt zu hören gibt, und wo dessen Nachfahren ab und zu immer noch zu treffen sind. Wohin wir es leider nie hingeschafft haben, ist der Klassiker, die Legende Ronnie Scott’s in Soho, wo Ella Fitzgerald und Nina Simone ebenso ihre Live-Platten eingesungen haben, wie Jamie Cullum und Jeff Beck. Das müssen wir uns wohl mal für einen künftigen Besuch aufsparen…

Ist dann doch ganz schön lang geworden, die Liste. Und das sind nur die Dinge, von denen wir jetzt schon wissen, dass wir sie vermissen werden. Bei all denjenigen, die in nächster Zukunft mit mir persönlich zu tun haben werden, bitte ich deshalb schon jetzt um Nachsicht für idiotisches Gebarme á la ‚in London gibt es aber…‘ und ‚Dafür müsste man jetzt in London sein…‘, oder ‚das würde in London nie passieren…‘

Ein Gedanke zu „Ich packe meinen Koffer…

  1. Ich war ja nie so richtig lange in England, aber immer, wenn ich deutsches Gedrängel z.B. an Kassen und das Herumgehopse von einer Schlange in die nächste, weil man denkt, woanders ist es schneller, mitbekomme, dann denke ich, warum kann man es nicht so schön ordentlich machen wie in England? 🙂 Das haben sie echt drauf und es ist viel entspannter als der deutsche Warteschlangenwettkampf

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